Tanzkurse, Workshops,
Privatstunden und
Hochzeitsvorbereitung

für Singles, Paare, und Gruppen

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Tanzen für psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen

Die Definition von psychischer Krankheit als das "Herausgefallen sein aus den Rhythmen des normalen Lebens" soll den Patienten eine Überbrückung der Störzonen durch musikalische Rhythmen, hier insbesondere durch Elemente des Paartanzes  ermöglichen.

Tanzen hält fit, ist gesellig und hebt die Stimmung.

Gesunde wie kranke Menschen profitieren sehr, wenn sie ein Tänzchen wagen.
Tanzen war und ist zu allen Zeiten ein grundlegendes menschliches Ausdrucksmittel und dient als Medium, um Menschen zu heilen und zusammen zu führen. Ob der Trancetanz des Medizinmanns, ob rituelle Tänze, Dankes- und Freudentänze oder moderner Gesellschaftstanz, ob bei Naturvölkern oder in den Industrieländern: Tanz ist auf der ganzen Welt zu Hause.
Das ganze Leben richtet sich nach Rhythmen, viele Bewegungen haben ihren eigenen Rhythmus: Hormone werden im Rhythmus des Tages ausgeschüttet. Das Herz pumpt das Blut rhythmisch durch die Adern. Das Leben verläuft im Tag- und Nachtrhythmus, und besonders in unseren Breiten auch in einem jahreszeitlichen Rhythmus. Jeder Mensch hat also "Rhythmus im Blut". Schon kleine Kinder bewegen sich spontan im Takt, wenn sie Musik hören, und der Spaß am Tanzen hört auch im hohen Alter nicht auf.

Fitness für den Körper

Wer sich gern zu Musik bewegt, kann seinen Körper außer mit Aerobic oder Jazzgymnastik auch mit einem Kurs in bewegungsreichen Tänzen in Schwung bringen und halten. Körperbetonte Tänze wie z.B. Samba oder Salsa schulen die Körperwahrnehmung, die Koordination und Beweglichkeit und fordern, engagiert betrieben, auch der Ausdauer einiges ab. Aber auch ruhigere Standardtänze sind für den ganzen Körper ein gutes Training und eine hervorragende Haltungsschulung. Die Zauberformel heißt "Balance": Um diese zu erreichen, müssen Tänzer vor allem ihre Bein-, Becken- und Rumpfmuskulatur benutzen und "feinsteuern". So ergibt sich eine gerade, elegante Körperhaltung, und mit ein bisschen Übung werden die Bewegungen fließend und geschmeidig.
Wer eine Stunde lang tanzt, verbraucht etwa 360 Kalorien. Die Fettverbrennung beginnt wie bei allen Ausdauersportarten nach rund 30 Minuten. Dabei gilt auch für den Tanz: "Lieber länger und locker als kurz und heftig". Wer mit Einsatz und Freude tanzt, trainiert Herz und Kreislauf, beugt Arthrose, Gefäßverengung, Osteoporose und Rückenbeschwerden vor.
Beim Tanzen wird der ganze Organismus gefordert und bestens durchblutet. Und das alles ohne "Plackerei": Weil Tanzen so viel Spaß macht, empfinden die meisten Tänzer die körperliche Anstrengung gar nicht als solche.

Massage für die Seele

Miteinander zu tanzen ist kommunikativ und macht Spaß. Die rhythmischen Bewegungen lösen Verspannungen, die Freude am Tanzen lässt den Alltagsstress schnell verblassen. Beim Tanzen kann man den Gefühlen freien Lauf lassen und die Welt um sich herum vergessen: Je nach Rhythmus, Melodie und Gusto wild und ausgelassen beim Free-Style-"Abtanzen" oder beim Salsa-Hüftschwung, selig lächelnd im Walzerschritt oder harmonisch-elegant wie beim Tango Argentino. Glückshormone werden ausgeschüttet, schlechte Laune hellt sich schlagartig auf, Stress und Anspannung lösen sich, Sorgen fallen ab. Nach einem ausgiebigen Tanztraining, Tanzabend oder Discobesuch fühlen sich Tanzbegeisterte oft wie neu geboren.

Heilkraft des Tanzes

Die Heilkraft von Bewegung zur Musik hat mittlerweile einen festen Platz in vielen therapeutischen Einrichtungen und in Kliniken. Dabei profitieren psychisch kranke, behinderte, chronisch kranke und alte Menschen vom Tanzen, und selbst im Rollstuhl lässt sich ein Tänzchen wagen. Da Tanzen ohne viele Worte auskommt, eignet sie sich auch für Menschen, die verbal schwer zugänglich sind - zum Beispiel für verhaltensauffällige Kinder oder Demenzkranke. Als körperorientierte Bewegungsform ist sie zudem bei psychosomatischen Beschwerden oder Essstörungen ideal.
Tanzen setzt am persönlichen Bewegungsausdruck jedes Menschen an. Wo sonst das gesprochene Wort im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, orientiert sich der Tänzer an der Sprache des Körpers. Über das Wahrnehmen, Erleben und Bewusstmachen der individuellen Körpersprache können beim Tanzen Verbindungen zu Gefühlen und seelischen Problemen hergestellt werden. Die eigenen Vorlieben und Fähigkeiten zu erfahren, stärkt das Selbstbewusstsein, es werden aber auch Probleme und Schwierigkeiten deutlicher spürbar und dadurch veränderbar. Die eigenen Bewegungsmöglichkeiten im Tanz zu erweitern, hat meist auch eine Erweiterung des psychischen Spielraums zur Folge.

Tanzen lernen und Spaß haben

Tanz soll Freude bringen - deshalb sollte man sich vor allem zu Anfang nicht mit anderen vergleichen, die anscheinend ein besseres Rhythmusgefühl haben und die Schritte perfekter beherrschen. Lassen Sie sich den Spaß nicht verderben, sondern geben Sie sich den Rhythmen hin. Mit der Zeit werden Sie schon im richtigen Takt mitschwingen! Tanzen lernen kann jeder - der eine schneller, der andere langsamer - und mit der Freude am Tanz kommt auch das Können.